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Langenfeldpilger Dernau                              von Thomas Ley
 

Strahlender Sonnenschein zum 100-jährigen Wallfahrtsjubiläum                             Fotos

Die Dernauer Jodokuspilger haben in diesem Jahr besonderen Grund zu pilgern: Die Wallfahrt zum Hl. Jodokus nach Langenfeld in der Eifel jährt sich zum 100. Mal.
Unglaublich, aber wahr, dass schon seit Bestehen der Jodokuskapelle und darüber hinaus sich immer wieder Pilgerinnen und Pilger der Pfarrgemeinde St. Johannes Apostel Dernau eingefunden haben und einfinden, den ca. 28 km langen Weg singend und betend zu gehen.
So war es auch am 3. Septemberwochenende dieses Jahres:
Mit einer Aussendungsfeier um 7.30 Uhr in der Pfarrkirche, gehalten von Pastor Lothar Anhalt, begann der 1. Pilgertag. Mit den Worten: „ Ihr sollt ein Segen sein“ wurde die Pilgergruppe auf den Weg geschickt und unter Leitung der Brudermeister Thomas Ley und Jürgen Marner gingen sie ihrem Ziel entgegen.
Bei einer Statio an der Jodokuskapelle in Dernau segnete Pastor Lothar Anhalt den Gedenkstein, der anlässlich des Jubiläums im Juni an der Kapelle aufgestellt wurde, ein. Von dort aus ging es weiter mit Gebet und Gesang auf den Pilgerweg. Unterbrochen von einer Frühstückspause auf dem Recher Sattel sowie einer Mittagspause auf dem  Casseler Berg, traf die Gruppe mit 49 Pilgerinnen und Pilger gegen 16 Uhr in Langenfeld ein. Am Ortseingang wurden sie von den Messdienern und der Musikkapelle Langenfeld abgeholt und mit Gesang zog die Pilgergruppe in die Pfarrkirche St. Quirinus ein.
Monsignore Schrupp begrüßte die Pilgerschar zu einer kurzen Andacht und spendete den Pilgersegen. Die Pilgermesse am Abend wurde vom dortigen Kirchenchor mitgestaltet und endete, wie in jedem Jahr, mit der Prozession der Fahnen und Kreuze sowie Jubilaren der Wallfahrtsgruppen durch die Kirche und dem sakramentalen Schlusssegen.
Am Sonntagmorgen konnten die Brudermeister Thomas Ley  und Jürgen Marner 61 Pilgerinnen und Pilger für den Rückweg begrüßen und der Tag wurde gemeinsam mit einer kleinen Morgenandacht am Arfter Berg begonnen.
Hier wurde auch Norbert Ley geehrt, der seit nunmehr 25 Jahren Jodokuspilger ist. Ein kleines Andenken von der Dernauer Bruderschaft sowie ein Glückwunsch von der Pfarrei aus Langenfeld wurden ihm von Brudermeister Thomas Ley unter Applaus der übrigen Mitpilger überreicht.
Begleitet von Wind und einer kühlen Brise, aber dennoch frohen Gesichtern sowie Gebet und Gesang ging es sodann wieder zurück nach Dernau. Mittagsrast war in Heckenbach, wo eine deftige Erbsensuppe von Gregor Kriechel gereicht wurde.
Bei der Pause am frühen Nachmittag zog Brudermeister Thomas Ley ein positives Resümee über die Jubiläumsveranstaltungen, die im Juni mit der Wallfahrt zum Grab des Hl. Jodokus nach Saint-Josse-sur-Mer in Frankreich begonnen haben, gefolgt vom Jubiläumswochenende am 27./28.07.2008 an der Kapelle und in der Dagernova-Eventhalle und den Abschluß mit dem Pilgerwochenende nach Langenfeld fanden. Er dankte nochmals allen, die zum Gelingen beigetragen haben, und die an den verschiedenen Ereignissen als Teilnehmer mitgemacht haben. 

Gegen 15.30 Uhr wurde die Pilgergemeinschaft in Dernau sodann in Empfang genommen und man zog zum Schlusssegen, gespendet durch Pastor Lothar Anhalt,  in die Pfarrkirche ein. Mit dem sakramentalem Segen sowie dem altbekannten Lied „Milde Königin, gedenke“ ging ein schönes Pilgerwochenende zu Ende.

 

Jodokus-Pilger Dernau pilgerten in die Picardie                                                      Fotos

Nachdem schon vor einigen Jahren der Wunsch aufkam, an die Wirkungsstätten des Hl. Jodokus nach Saint-Josse-sur-Mer in Frankreich zu pilgern, war es am 14. Juni 2008 endlich soweit. Im Jubiläumsjahr 2008 – denn in diesem Jahr feiert die Jodokuskapelle oberhalb von Dernau ihr 100-jähriges Bestehen – fuhren 34 gut gelaunte Pilgerinnen und Pilger mit Pastor Lothar Anhalt in aller Frühe los.

Auf dem Hinweg machte die Gruppe einen Zwischenstopp in Amiens, wo die Kathedrale besichtigt wurde. Gegen Abend traf man dann im Wallfahrtsort Saint-Josse-sur-Mer ein. Vom Ortseingang ging man in Prozession mit Gebet und Gesang zur Wallfahrtskirche. Dort verweilte man am Reliquienschrein des Hl. Jodokus und war glücklich, das langersehnte Ziel erreicht zu haben. Der erste Tag endete mit dem Beziehen der Zimmer im Hotel „Regina“ in Berck-sur-Mer und einem ersten Spaziergang am Sandstrand.  Am Sonntagmorgen feierte die Pilgergruppe mit Pastor Anhalt und Pfarrangehörigen eine Eucharistiefeier in der Wallfahrtskirche. Im Anschluß daran wurde die Gruppe vom Bürgermeister des Ortes und den Vertretern der „Saint-Josse-Europe-Kommission“ im Rathaus herzlich empfangen. Brudermeister Thomas Ley überreichte zur Erinnerung ein Bild der Dernauer Jodokuskapelle, ein paar Flaschen Ahr-Rotwein sowie eine Spende für die Erhaltung und Restaurierung der Kirche in Saint-Josse. Die Freude war groß und die Dernauer Pilgergruppe erhielt noch die Ehrenmedaille der Kommune Saint-Josse-sur-Mer – die höchste Auszeichnung des Ortes.
In den folgenden Tagen besichtigte die Gruppe große Kathedralen und kleine Dorfkirchen, Städte, Klöster und kleine Ortschaften entlang der Opalküste, u.a. Abbeville, Le Tréport, Dieppe, Saint Riquier, Abbaye Valloires und Bologne-Sur-Mer. Jeder Morgen begann mit einem Gebet in den Tag; die Abende endeten immer mit einem Strandspaziergang und einem wunderbaren Sonnenuntergang.
Weitere Höhepunkte der Reise waren das Abendgebet am Strand sowie der Abschlussgottesdienst an der Quelle im Wald, die sich in der Nähe der Einsiedelei befindet, in der der Hl. Jodokus gelebt hat. Dem herzlichen Empfang am Sonntag folgte nun ein ebenso herzlicher Abschied nach dieser Messfeier von den Gemeinde- und Pfarrmitgliedern von Saint-Josse.
Die sechs Tage waren viel zu schnell vorbei, die Koffer mussten gepackt werden und es ging wieder nach Hause. Auf der Rückfahrt, die über Reims führte, besichtigte man die dortige Krönungskathedrale. Der weitere Heimweg führte durch die Champagne und Luxemburg.
Am frühen Abend trafen alle Pilgerinnen und Pilger wohlbehalten, gesund und glücklich wieder in Dernau ein.
Und eins ist sicher: „Da fahren wir nochmal hin, es war wunderschön!“.