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Sommerausflug der Krippenbauer

Die Krippenbauer der Pfarrgemeinde St. Johannes Apostel Dernau, trafen sich zusammen mit ihren Familien am Pfingstmontag dem
12.05.2008 zum diesjährigen Sommerausflug.
Treffpunkt war am Vormittag an der Kirche, wo die unternehmungslustige Schar bei sommerlichen Temperaturen aufbrach, um nach Kalenborn zu wandern.
Eine kleine Verschnaufpause wurde in der Hälfte der Wanderstrecke eingelegt, wo man den Durst nach erfolgreichem „Aufstieg“ stillen konnte. In Kalenborn angekommen, wurde ein schönes Mittagessen im Hegehof eingenommen und sich ein wenig erholt. Es wurde viel erzählt und gelacht.
Gut gestärkt machte man sich auf den Rückweg nach Dernau, wo man nach dreiviertel der Strecke noch eine Rast einlegte und man es sich mit einem guten Tropfen und einigen Erfrischungsgetränken gut gehen ließ! Im Heimatort wieder angekommen, saß man noch einige Stunden gemütlich in der Straußwirtschaft „Im Gässchen“ zusammen und ließ diesen schönen Tag ausklingen.

 

Neues Jahr mit Krippentour begonnen

Gleich am ersten Donnerstag im Jahr 2008 trafen sich 48 Pfarrgemeindemitglieder der  Pfarrgemeinde St. Johannes Apostel zur diesjährigen Krippentour an den Rhein und in den Westerwald. Der Bus startete in der Mittagszeit und führte die gutgelaunte Gruppe nach Bad Honnef in die Stadtkirche Sankt Johannes Baptist. Dort wurden sie vom ortsansässigen Küster begrüßt und er konnte allerhand von der Geschichte der Krippe und der Kirche erzählen. Weiter ging die Fahrt in den Ortsteil Rommersdorf in die Kapelle St. Anna, in der in jedem Jahr eine wunderschöne Wurzelkrippe zu sehen ist. Auch hier wurde den krippenbegeisternden Dernauern viel von der Entstehung und des Aufbaus der Krippe erzählt, u. a. dass die Figuren die Namen der Spender tragen. Sodann stieg man wieder in den Bus und man fuhr zum Cafe Anhalt nach Asbach. Dort stieß auch Pfarrer Lothar Anhalt zur Gruppe hinzu und alle stärkten sich mit leckerem Kuchen und Kaffee. Nach dieser Einkehr ging die Fahrt weiter in die Kirche der Heimatpfarrei von Pfarrer Anhalt: Kloster Ehrenstein. Dort ist die Krippe in einem Stall neben der Kirche dargestellt. In der Kirche selbst hielten die Anwesenden eine Andacht mit Gebet und Gesang. Gestärkt mit dem Segen ging es am frühen Abend wieder nach Hause. Das Abschlußwort für diesen schönen Nachmittag hielt auf der Heimfahrt Diakonanwärter Bernhard Stahl und alle sind schon auf die nächste Tour für die Weihnachtszeit 2008/2009 gespannt.                                                                                     

      Moos vom Krausberg für Bethlehems Stall                  von Thomas Ley

Alles ist fertig. Aber erst, wenn der Vorhang entfernt wird, beginnt Weihnachten. Dann ist Heiliger Abend und jeder kann das Werk der Dernauer Krippenbauer bewundern, das in langen Abenden entstanden ist: die wohl größte Wurzelkrippe im Ahrkreis.

Vor 20 Jahren übernahmen junge Männer aus der Pfarrgemeinde St. Johannes Apostel das freiwillige Amt des Krippenbauens von ihrem Vorgänger, Küster Konrad Bertram. Von der ersten Stunde an sind dabei: Manfred Haub, Norbert Ley und Thomas Ley. In all den Jahren haben viele fleißige Hände den drei Vorgenannten tatkräftig zur Seite gestanden: von den Messdienern angefangen, über die Junggesellen bis zu den Rentnern, um nur einige zu nennen.

Die Krippenbauer beginnen in jedem Jahr ab Mitte November mit ihrer Arbeit. Bei frostigen Temperaturen werden das Moos und die Tannenreisige für den Hintergrund des Krippenbildes aus den Wäldern unterhalb des Krausbergs geholt.

Am Montag nach dem ersten Advent ist es dann soweit: Nach dem Rosenkranzgebet – Punkt 18 Uhr – treffen sich die Krippenbauer in der Pfarrkirche. Die Taufkapelle im Seitenschiff, die sechs Meter breit, vier Meter tief und drei Meter hoch ist,  wird geräumt, um Platz für die Wurzelkrippe zu schaffen.

In den ersten Tagen werden viele fleißige Hände benötigt, um die Wurzeln („Knuten“), das Material für das Untergerüst und die Krippenfiguren aus dem Pfarrhaus, dem Speicher und dem Keller der Sakristei herbeizuschaffen.

Während die einen das Material hereintragen, beginnen die anderen bereits mit dem Aufbau des Untergerüstes, das aus ca. 100 Weinkisten und aus mehreren zerlegbaren Metallgerüsten, die von Konrad Sebastian angefertigt wurden, besteht. Dieses wird dann kunstvoll von den Krippenbauern mit ca. 700  Knuten, die in den vergangenen 20 Jahren aus Gottes Natur zusammengetragen wurden, überbaut und mit Moos ausgelegt.

Höhepunkt der Aufbauarbeiten ist die Ausstattung der Szenerie mit den Figuren:

Vorne die eigentliche Krippe, die als Höhle gestaltet ist, mit der Heiligen Familie; im hinteren Bereich verkündet der Engel den ungläubig, staunenden Hirten die Geburt des Heilands. Und von weit hinten nahen schon die Kamele.

Die drei heiligen Könige aus dem Morgenland werden aber erst am 6. Januar bei Maria, Josef und dem Jesukind ankommen. Entsprechend wird die Krippe umgebaut.

Die 15 Krippenfiguren, zahlreiche Schafe, Hunde, Ochs, Esel und Kamele, die aus den Jahren 1938 bis 1941 stammen, haben eine Größe von ca. 40 cm. Sie wurden im Jahre 1990 vom Malermeister Wilhelm Schell restauriert und strahlen seitdem in neuem Glanz.

Während der Aufbauarbeiten wird nicht nur an jedem Abend die Krippe mit einem Vorhang verdeckt, um die Pfarrgemeinde am Heiligen Abend zu überraschen, sondern auch die Geselligkeit gepflegt.

In der Sakristei sorgt die Küsterin für das leibliche Wohl der Krippenbauer und so mancher Dernauer Bürger spendiert ein Fläschchen Wein dazu.

Am Vorabend des 24. Dezember wird der 6 m hohe Tannenbaum mit roten und goldenen Kugeln geschmückt, der Vorhang der Krippe entfernt und Weihnachten mit der Glocke der Sakristei eingeläutet

Und wenn man die Krippenbauer nach dem Grund für all die Mühe fragt, haben sie eine ganz einfache Antwort: „Aus Spaß an der Freud“.

Spaß daran, die Geburt Christi nach ihrem Glaubensbild darzustellen und Freude daran, strahlende und staunende Kinder zu sehen, die an der Krippe stehen und fragen, ob sie eines der Schäfchen streicheln dürften.